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schweizer Kartoffelrösti - Berner Rösti - Roesti bernois

Berner Rösti – schweizer Kartoffelrösti – Roesti bernois – vegetarisch

Berner Rösti – Schweizer Kartoffelrösti oder Roesti bernois aus grob geriebenen Kartoffeln, goldbraun gebraten. Typisch kartoffeliger Geschmack, leicht nussig und mit intensiven Röstaromen. Außen knusprig, innen weich, saftig und locker – und saulecker!

Zubereitung Original Berner Rösti

Der echte, einzig wahre Schweizer Rösti wird aus Kartoffeln, Fett und Salz hergestellt. Eine verbreitete Variante der Berner Rösti enthält Käse und teils Schinken. Typisch ist die Verwendung von Appenzeller Käse. Roesti bernois werden in der Originalrezeptur aus halbgar gekochten Kartoffeln hergestellt. Das ergibt eine strukturiertere Textur, als wenn du gargekochte Kartoffeln zerreibst. Die noch nicht fertig gegarten Kartoffeln müssen im Bratgeschirr also nicht nur erhitzt, sondern auch noch fertig gegart werden.

Wie wird Berner Rösti gebraten?

Der Schweizer macht das so, sagt die Fachliteratur, die fertige Masse wird in eine erhitzte Bratpfanne mit Butter gegeben und darin etwas gerührt. Dann wird bei Zeiten ein Deckel aufgesetzt, um einen Backofeneffekt zu erzeugen. Nachdem die Unterseite goldbraun ist, wird der Rösti gewendet und die zweite Seite gebraten.

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An dieser Stelle fangen dann die Fragen an:

Wie groß machen die den denn?

Nachdem was ich habe recherchieren können, wird der Berner Rösti mit einem Durchmesser von knapp 20 cm zubereitet und dann zum Servieren in Portionen geteilt.

Woher weiß man beim Braten, wann die Unterseite fertig ist?

Ja, so nach Gefühl eben. Wenn man eine Bildersuche veranstaltet, dünkt einem, das scheint nicht ganz einfach zu sein, da der Grenznutzen der Röstaromenbildung bei einigen der gezeigten Erzeugnisse doch deutlich überschritten wurde.

Wie wendet man Berner Rösti in der Pfanne?

Ganz vorsichtig! Entweder bist du echt super sicher im Pfanne schwenken und lässt das Teil fliegen oder du nimmst einen flachen Topfdeckel oder Teller zum Zwischenparken und legst den Rösti dann upside-down wieder zurück in die Pfanne.

Zubereitung von nicht ganz original Schweizer Rösti

Sind wir ehrlich: Die Eidgenossen würden bei diesem Artikel vermutlich Herzrasen bekommen – mir egal! Ich hatte gerade keine halbfertig gekochten Kartoffeln … weil die braucht man sonst auch nicht zwingend, und Schinken hatte ich auch keinen. Was herauskam, ist eine Zubereitung, die sich in wesentlichen Punkten deutlich von Original abgrenzt, unter dem Strich aber trotzdem viel von dem hat, was das den original Schweizer Rösti ausmacht und was ein Reibekuchen nicht hat.

Rösti Berner Art vegetarisch

Richtig, man erkennt es daran, dass keine Schlachtfleischprodukte in der Rezeptur enthalten sind. Wenn du das nicht ertragen kannst, kannst du jetzt aufhören, diesen Artikel weiterzulesen, springs direkt zum Rezept und schmeißt da einfach Schinken mit rein. Andernfalls sei hier der Vollständigkeit halber einfach nur erwähnt, dass die Bratlinge ganz ohne den Zusatz von Fleisch äußerst deftig schmecken und durch die Käsekruste auch einen festen Biss haben. Durch die Zugabe von Räuchersalz bekommst du sogar Schinkengeschmack ohne Schwein auch nur angeguckt zu haben.

Zwiebeln und Knoblauch für zusätzlichen Geschmack

Auch nicht ganz original, die Zugabe von Zwiebeln und Knoblauch. Wie beschrieben produziere ich hier vegetarisch und irgendwo muss der Geschmack ja herkommen. Ich dünste beides, was im fertigen Rösti eine feine Stückigkeit ergibt, die nicht stört.

Schweizer Rösti aus fertig gekochten Kartoffeln

Ich koche häufig Stärkebeilage wie Kartoffeln oder Nudeln für mehrere Tage auf einmal. Dadurch habe ich im Kühlschrank dann natürlich gar gekochte Kartoffeln, um Wahlweise daraus einen Auflauf, Bratkartoffeln, Kartoffelstampf oder Gnocchi oder weiß der Geier was herstellen zu können. Für die Zubereitung als Bratkartoffel, da hast du natürlich recht, wäre der Garzustand der Kartoffeln schnurzpiepen egal. Für andere Zubereitungen nicht. Da ich häufig auch nicht weiß, was ich im Leben so alles vorhabe oder die Mischpoke mit ihren Essenswüschen einfach mal wieder wankelmütig ist, bin ich mit gar gekochten Stärkebeilagen einfach deutlich flexibler.

Die Textur von original Berner Rösti aus halbgaren Kartoffeln ist eher wie bei grob geriebenen Reibekuchen, etwas faserig. Ganz klar davon abweichend ist die Herstellung mit durchgegarten Kartoffeln. Die Textur ist völlig anders. Du bekommst eine deutlich homogenere Struktur, die eher an gebratenen Kartoffelstampf erinnert. Warum ich das nicht so schlimm finde, erkläre ich im nächsten Abschnitt.

Rösti als kleine Einzelportionen

Wie auf dem Bild zu sehen und im Rezept hinterlegt, habe ich meinen Teig für Berner Rösti als etwa 100g schwere Bratlinge portioniert. Das hat den Vorteil, dass ich beim Braten einfach mit einer Palette arbeiten kann. Außerdem kann ich zum Servieren 2 oder 3 Bratlinge auf den Teller legen.

Die Relation von Teigmasse zu Oberfläche ist natürlich auch eine andere als bei einem großen Rösti. Durch die kleinere Portionierung entsteht mehr Knusperkruste. Der größere Anteil an Käsekruste kompensiert dabei auch teilweise den weicheren Innenteil, der durch die gargekochten Kartoffeln zustande kommt.

Schweizer Rösti braten

Die Teigmasse enthält rund 10% Käse, je nach Käsesorte entspricht das etwa 30 – 45 g Fett. Beim Erhitzen schmilzt das natürlich und macht deinen Teigling instabil. Das ist nicht schlimm, aber man sollte das wissen. Warum? Weil der Rösti, bis zu dem Zeitpunkt, an dem er auf einer Seite geröstet ist, extrem wabbelig ist und auseinanderfällt, daher ist er halbfertig nahezu nicht zu wenden. So funktionierts: Teigling in die Pfanne, ggf. beim Anbraten mit einem Teigschaber sicherstellen, dass der Käse nicht festbackt und erst dann wenden, wenn der Käse abgebacken ist.

Als Werkzeug empfehle ich eine Winkelpalette und einen Teigschaber aus Silikon.

Zum Braten empfehle ich eine beschichtete Bratpfanne, damit dir der schmelzende Käse nicht festbrennt. Eventuell wirst du in mehreren Etappen oder in mehreren Bratpfannen braten müssen. In eine 32er Pfanne passen etwa 8 Rösti. Hier kannst du tricksen und die Rösti auf einer Seite kross braten und sie später, wenn alle auf einer Seite fertig sind, die Oberseite im Backofen mit dem Grill fertig garen. Der Vorteil, du kannst deine Rösti morgens produzieren und mittags ohne Aufwand zum Finisch einfach in den heißen Ofen schieben. In der Zwischenzeit kannst du zum Beispiel einen Beilagensalat schnitzen.

Die Berner Rösti verlieren durch das austretende Fett an Form und Dicke, vor allem letzteres bedingt, dass du sie nicht zwingend schwimmend in Fett braten musst.

Ich verwende zum Braten Rapsöl, geklärte Butter wäre hier natürlich die Mercedeslösung, ist allerdings eine Preisfrage und vor allem hab ich meist keinen Butterschmalz im Vorrat.

Irgendein Käse, der Emmentaler war

Das Original wird gerne mit Appenzeller gemacht, der deutlich kräftiger schmeckt als Emmentaler! Hab ich aber nicht gehabt. Is‘ wie früher, „wir hatten ja nüscht!“ Hab ick mir für watt anderes entschieden. Gouda hätte ich gehabt, Parmesan oder eben Emmentaler. Gouda wär mir zu langweilig gewesen, Parmesan hat für das Projekt finde ich einen definitiv zu krassen Eigengeschmack. Hab ich mich halt für Emmentaler entschieden, nicht zuletzt auch, da der schon fertig gerieben war.

Beilagen zu Berner Rösti

Natürlich kannst du essen was du willst, aber falls dir partout nicht einfallen will was du zu deinen Berner Rösti essen sollst, hier ein paar Gedanken. Grundsätzlich Rösti nicht ganz fettfrei und ziemlich sättigend. Zu Rösti Berner Art passen klassisch eher leichte, frische oder sauer eingelegte Beilagen.

  • Blattsalat mit Apfelspalten und Trauben und Traubenkerndressing
  • Feldsalat mit Orangen und french Dressing
  • Tomatensalat
  • Gurkensalat mit Rahm und Schnittlauch
  • Essiggurken
  • Antipasti [voll nicht original!]
  • kurz gebratener Blattspinat

typisch schweizer Art:

  • Apfelmus
  • Eingelegte Rüebli (Karotten)
schweizer Kartoffelrösti - Berner Rösti - Roesti bernois

Rezept schweizer Kartoffelrösti – Berner Rösti – Roesti bernois – vegetarisch

Rösti aus grob geriebenen Kartoffeln, goldbraun gebraten. Kartoffelig, leicht nussig, mit intensiven Röstaromen. Außen fest und knusprig, innen weich, saftig und locker.
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Land & Region: schweizerisch
Essenszeit: Abendbrot, Mittagessen
Ernährungsform: vegetarisch
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Zubereitungszeit: 20 Minuten
Kartoffeln kochen: 20 Minuten
Gesamtzeit: 50 Minuten
Portionen: 4 Portionen a 3 Röstitaler

Kochgeschirr

  • Kochtopf
  • Küchenreibe grob
  • beschichtete Bratpfanne
  • Winkelpalette

Zutaten

Kochanleitung

  • 1100 g Kartoffeln am Vortag mit Salz als Pellkartoffeln kochen. Wenn du magst, kannst du ins Kochwasser ein Lorbeerblatt und Fenchelsamen geben, das gibt einen sehr schönen und runden Geschmack.
  • 80 g Zwiebeln und 2 Zehen Knoblauch sehr fein hacken und in 1 EL Butter glasig dünsten.
  • Kartoffeln am Vortag kochen, pellen und grob reiben.
  • 120 g Käse reiben.
  • Kartoffel und Käse vermengen und mit Salz, Räuchersalz, weißer Pfeffer und Muskat abschmecken.
  • Die Masse in 12 Teile teilen und zu Buletten formen.
  • Röstitaler in 100 ml Rapsöl in einer Bratpfanne goldbraun ausbraten.

Notizen

Hier im Rezept verwende ich anders als beim Schweizer Original durchgekochte Kartoffeln. Solltest du dich für die Variante mit den nur teilweise gegarten Kartoffeln entscheiden … darfst du deine Pellkartoffeln natürlich nur halbgar kochen. Auch der Bratprozess ändert sich, da du mit einem Deckel auf der Pfanne arbeiten musst. Wie sich das auf das Zerlaufen der Bratportionen auswirkt, musst du selber ausprobieren, ggf. macht das Probleme und ist genau der Grund dafür warum original Rösti Berner Art als großer „Kuchen“ gebraten werden. 

mise en place – das kannst du vorbereiten

Kartoffeln am Vortag kochen, Teig ggf. bereits vor dem Braten herstellen und evtl. auch schon vorher portionieren.

Zubereitung mealprep

Rösti auf einer Seite fertig braten und das Finish im Backofen mit dem Grill erledigen.
Guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen!
Wenn Du Fragen oder Anregungen zu dem Rezept hast, schreib das gerne unten in die Kommentare.
Gruß
Marcel

Nährwertangaben pro Portion

Kalorien: 407,31kcal | Kohlenhydrate: 50,98g | Eiweiß: 12,82g | Fett: 17,67g | gesättigte Fettsäuren: 6,7g | mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 5,31g | einfach ungesättigte Fettsäuren: 3,41g | Transfette: 0,01g | Cholesterin: 30,54mg | Natrium: 699,71mg | Kalium: 1213,14mg | Ballaststoffe: 6,47g | Zucker: 3,17g | Vitamin A: 313,05IU | Vitamin C: 55,83mg | Vitamin D: 0,18µg | Vitamin E: 2,25mg | Calcium: 251,63mg | Eisen: 2,26mg

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6 Gedanken zu „Berner Rösti – schweizer Kartoffelrösti – Roesti bernois – vegetarisch“

  1. 3 Sterne
    Das kommt einer echten Rösti auf jeden Fall näher, als das das „Gasthaus zum goldenen M“ von Zeit zu Zeit anbietet und trotzdem nur zwei Sterne. Den ersten Abzug gibt es für die Grammatik, denn es heißt „die Rösti“ und auf keinen Fall „der Rösti“. Der zweite Punkt Abzug verursacht der Appenzeller Käse. Erstens ist nicht definiert, welcher Appenzeller genommen werden kann (es könnte ja auch aus Versehen ein „Appenzöller Räss-Chäs“ sein, aber dann Prost) und zweitens die Rösti stammt aus dem Emmental, respektive aus den Napfgebiet, das teilweise zum Kanton Luzern gehört und das ist ganz weit vom Appenzell entfernt. Und dieses weit bezieht sich nicht nur auf die Kilometerdistanz. Nebenbei es gibt Chäs Rösti, aber nicht im Original. Den dritten Punkt ziehe ich für einige kleinere Fehler ab: Z.B. Die Kartoffeln müssen nicht halbgar sein, sondern am Vortag gekocht sein, am Abend gepellt werden und in der Nacht ruhen. Rösti sind ein Frühstücksgericht, am Morgen müssen sie goldgelb gebraten auf den Tisch kommen. Man sagt, dass die Rösti am Morgen mit der aufgehenden Sonne in Konkurenz steht.
    Ach was, ich gebe Dir noch einen dritten Punkt, weil Dein Blog sonst wirklich gut ist.

    1. 5 Sterne
      Lieber Gerd,
      vielen Dank Dein Interesse.

      • Ich schrieb mit Absicht „die Rösti“, da ich abweichend von der Originalzubereitung viele kleine Rösti geformt habe und nicht einen großen in der Pfanne. Der Plural muss dann wohl zwangsläufig „die heißen“. Das Vorkommen im Text exakt 2x. Einmal hab ich geändert … das zweite Mal muss wegen einer sonst ungenauen Arbeitsanweisung finde ich so bleiben.
      • Der Verwendung von nicht ganz durchgekochte Kartoffeln wird in diverser Fachliteratur exakt so angeben und ist mutmaßlich zur Verbesserung der Struktur vorgesehen, ohne es genau benennen zu können habe, ich es entweder in Herings Lexikon der Küche, dem Pauli oder im Teubner exakt so formuliert gefunden.
      • Pellkartoffeln in gepelltem Zustand zu lagern macht aus meiner Sicht keinen Sinn, da die Haut die Kartoffel vor farblichen Veränderungen schützt.
      • Das Käse eigentlich nicht zur Standardausstattung eines Berner-Rösti gehört, habe ich erst nach Fertigstellung des Artikels in einer Nachrecherche herausgefunden … und den Text dann nicht erneut überarbeitet – da hast Du recht, das ist ungenau!
      1. 5 Sterne
        Weiß der Geier, wo ich das mit den halbgar gekochten Kartoffeln gefunden habe?
        Ich hab, weil mich das angefressen hat, noch mal in Herings Lexikon der Küche, dem Pauli oder im Teubner nachgeschlagen, da stand es nicht!
        Auch habe ich es in „Der junge Koch“ und „Die Lehrküche“ nicht finden können.

        1. 5 Sterne
          Lieber Marcel,
          das mit der gegarten Kartoffel, die die gepellt die Nacht übersteht, wird sicher nicht im Pauli erwähnt. Das mag altes Wissen der Emmentaler Bauern sein. Dort habe ich es das erste mal gehört. Es kann natürlich auch den einfachen Grund haben, dass die Hausfrau am Morgen die Kartoffeln schälen muss, wenn dies bereits am Vorabend erledigt wurde. Neugierig nach dem „Warum?“ habe ich etwas geforscht und bin auf der Seite der Techniker Krankenkasse fündig geworden:
          „Wenn gekochte Kartoffeln, Nudeln oder Reis abkühlen, wird ein Teil der enthaltenen Stärke unverdaulich – und liefert somit keine Kalorien. Das gilt auch für andere stärkehaltige Lebensmittel wie Getreide oder Hülsenfrüchte. Kartoffeln vom Vortag enthalten etwa zehn Prozent weniger verdauliche Stärke als frisch gekochte. Das gilt auch, wenn man sie nach dem Abkühlen wieder erhitzt – zum Beispiel zu Bratkartoffeln.
          Der Grund für diese Veränderung liegt in der Struktur der Stärke selbst. Ein Teil der Stärke kristallisiert durch Molekülverlagerung aus, was als resistente Stärke bezeichnet wird. Diese Form der Stärke kann von den Enzymen im Verdauungstrakt nicht abgebaut werden. Die unverdauliche Stärke passiert den Dünndarm, ohne dass er sie verwerten kann, und wird zu einer Art Ballaststoff.
          Im Dickdarm angekommen, macht sich die unverdauliche Stärke noch einmal nützlich. Denn beim Abbau im Dickdarm entsteht unter anderem die Fettsäure Butyrat, eine Verbindung der Buttersäure. Sie ist die wichtigste Energiequelle für die Zellen der Dickdarmschleimhaut. Eine ausreichende Versorgung mit Butyrat beugt Entzündungen vor und fördert eine gesunde Darmflora. Außerdem soll Butyrat regulierend auf den Blutzuckerspiegel wirken.“

          1. Hey Gerd,
            die Sache mit gekochten und anschließend abgekühlten Kartoffeln, Pasta oder Reis ist für viele Menschen mit chronischen Darmerkrankungen ein fester Bestandteil des täglichen Diätplans.
            Durch das Abkühlen nach dem Garen wird ein Teil der Stärke innerhalb von etwa 12–24 Stunden in resistente Stärke umgewandelt.

            Resistente Stärke kann vom menschlichen Dünndarm nicht mehr enzymatisch aufgespalten werden und gelangt unverdaut in den Dickdarm. Dort dient sie den Darmbakterien als Substrat und wird fermentiert, wobei unter anderem kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat entstehen. Diese gelten als energetisch wichtig für die Darmschleimhaut und können sich positiv auf die Darmflora auswirken.

          2. Kartoffeln pellen:
            Beim Garen stärkehaltiger Lebensmittel in Flüssigkeit bindet die enthaltene Stärke etwa 30 % ihres Eigengewichts an Wasser. Diese Wasserbindung ist jedoch nicht stabil und geht nach etwa zwei bis drei Tagen wieder verloren, wodurch gebundene Flüssigkeit austritt. Bei Pellkartoffeln schützt die Schale das Fruchtfleisch der gegarten Kartoffel vor ungewolltem Austrocknen. Wird die Kartoffel hingegen bereits am Vortag gepellt, kann das Fruchtfleisch durch den Trocknungsprozess trocken und geschmacklich fade werden, weshalb dieses Vorgehen aus kulinarischer Sicht nicht sinnvoll scheint.
            Anders sieht es mit der Technik des Abdampfens aus.
            Das zuvor gezielte Abdampfen nach dem Garen ist dabei erwünscht, da überschüssige Oberflächenfeuchte entweichen kann und die Masse später beim Braten besser bindet.

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